Industriekauffrau/ Industriekaufmann

Ansprechpartner an der Europa-Schule BBS I Northeim: Dr. Peter Engelke


Übersicht

 

Informationen zur Ausbildung
Inhalte  
Lernfelder  
Organisation  
Prüfungen  
Zusatzqualifikationen  

 


Informationen zur Ausbildung

Berufsausbildung: 
Es handelt sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Zum 1. August 2002 ist dessen Neuordnung in Kraft getreten. Seit dem Schuljahr 2002/03 werden an den BBS I Northeim die neuen Auszubildenden des Ausbildungsberufs Industriekauffrau/-mann nach dem neuen Rahmenlehrplan unterrichtet. Es findet eine duale Ausbildung an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt
 
Ausbildungsdauer: 
Die Ausbildungsdauer beträgt in der Regel drei Jahre. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung möglich. 


Inhalte

Schulische Inhalte:
Die Aufgabenstellungen der Industriekaufleute erfordern heute zunehmend geschäftsprozessorientiertes Handeln. Nicht mehr die Abwicklung regelmäßig wiederkehrender Teilaufgaben beherrscht deren Tätigkeitsfeld, mehr und mehr geht es um die Lösung von Kundenproblemen im Einzelfall. Die Auszubildenden sollen daher lernen, Teilprozesse zu analysieren, selbständig zu verknüpfen und zu einem prozessorientierten Handeln zu gelangen. Das neue Leitbild dieses Ausbildungsberufs sieht einen kundenorientierten Sachbearbeiter vor, der team-, prozess- und projektorientiert unter Verwendung aktueller Informations-, Kommunikations- und Medientechniken an der Erstellung kundengerechter Problemlösungen arbeitet. 


Lernfelder

Dieses Grundkonzept setzt der neue Rahmenlehrplan um und gliedert die insgesamt 12 Lernfelder (LF) in die folgenden 4 Bereiche:

 

Kernprozesse

LF 5,6,10

 

Unterstützende Prozesse
LF 3,4,7,8,11

 

Modellierung von Lernsituationen in einem Modellunternehmen

 

Orientierung

LF 1,2

 

Makroökonomische Prozesse
LF 9,12

 

System der Lernfelder im Ausbildungsberuf Industriekauffrau/-mann
Im Einzelnen weisen die Lernfelder folgende Bezeichnungen auf:  

Übersicht über die Lernfelder für den Ausbildungsberuf
Industriekauffrau / Industriekaufmann

  • In Ausbildung und Beruf orientieren
  • Marktorientierte Geschäftsprozesse eines Industriebetriebes erfassen
  • Werteströme erfassen und dokumentieren
  • Wertschöpfungsprozesse analysieren und beurteilen
  • Leistungserstellungsprozesse planen, steuern und kontrollieren
  • Beschaffungsprozesse planen, steuern und kontrollieren
  • Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen
  • Jahresabschluss analysieren und bewerten
  • Das Unternehmen in gesamt- und weltwirtschaftlichen Zusammenhang einordnen
  • Absatzprozesse planen, steuern und kontrollieren
  • Investitions- und Finanzierungsprozesse planen
  • Unternehmensstrategien, Unternehmensprojekte umsetzen

Weitere Ausbildungsfächer:

  • Englisch
  • Politik
  • Sport (im 1. Ausbildungsjahr)  


Organisation

Organisation des Berufsschulunterrichts:
Der Unterricht findet in Teilzeitform statt bei ca. 8 Unterrichtsstunden pro Berufsschultag:

  • im 1. Ausbildungsjahr an 2 Tagen in der Woche
  • im 2. und 3. Ausbildungsjahr an 1 Tag. 


Prüfungen

Nachweise und Prüfungen
In der Mitte der Ausbildungszeit (i. d. R. im März des 2. Ausbildungsjahres) hat der Auszubildende vor der IHK eine schriftliche Zwischenprüfung abzulegen. Die Abschlussprüfung gliedert sich in einen schriftlichen Prüfungsteil im März des 3. Ausbildungsjahres und einen praktischen Prüfungsteil im Juni/ Juli des 3. Ausbildungsjahres).
 
Bestandteile der Prüfungen 
Die Zwischenprüfung weist eine Prüfungsdauer von 90 Minuten auf und ist in den Prüfungsbereichen: 1. Beschaffung und Bevorratung, 2. Produkte und Dienstleistungen und 3. Kosten und Leistungsrechnung abzulegen. Sie erstreckt sich auf betriebliche und schulische Inhalte des ersten Ausbildungsjahres.
 
Die schriftliche Abschlussprüfung ist bei einer Dauer von 330 Minuten in den Bereichen 1. Geschäftsprozesse, 2. Kaufmännische Steuerung und Kontrolle sowie 3. Wirtschafts- und Sozialkunde durchzuführen.

Die praktische Abschlussprüfung mit einer Dauer von 30 Minuten bezieht sich auf ein vom Betrieb festgelegtes Einsatzgebiet, in dem der Auszubildende am Ende seiner Ausbildung tätig ist. In der Prüfung soll der Auszubildende dann in einer Präsentation und in einem Fachgespräch die Beherrschung komplexer Fachaufgaben sowie seine Problemlösefähigkeit in der Praxis nachweisen. 


Zusatzqualifikationen

Zusatzqualifikationen an den BBS I Northeim

  • KMK Zertifikat Englisch
  • ECDL (European Computer Driving Licence) Europäischer Computerführerschein (ab Schuljahr 2003/04)

Weiterbildung

  • Mit dem Erwerb des Berufsschulabschlusses besteht die Möglichkeit des Besuchs der Fachoberschule Wirtschaft, an den sich nach erfolgreichem Abschluss ein Fachhochschulstudium anschließen kann.
  • Als berufsbegleitende Maßnahme besteht die Möglichkeit, nach einigen Jahren Berufserfahrung ein Studium an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie in Göttingen zu absolvieren, oder es kann eine Qualifizierungsmaßnahme z.B. zum Industriefachwirt oder Bilanzbuchhalter IHK durchgeführt werden.
  • Bei vorhandener Hochschulreife bieten sich gute Voraussetzungen für ein Studium der Wirtschaftswissenschaften oder der Wirtschaftsinformatik an einer Universität.