Kauffrau/ Kaufmann im Einzelhandel und Verkäufer/Verkäuferin

Ansprechpartner an der Europa-Schule BBS I Northeim: Wiebke Eilers/Maria Holthaus


Übersicht 

Ausbildungsdauer  
Voraussetzungen  
Schulische Inhalte  
Unterrichtsorganisation  
Prüfungen  
Abschluss  
Weiterbildung  

Informationen zur Ausbildung

Ziele für die Ausbildungsberufe im Einzelhandel Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Verkäufer/Verkäuferin an der Europa-Schule BBS 1 Northeim

Die Auszubildenden

  • sollen die im Einzelhandel notwendigen Qualifikationenerwerben, die es ihnen ermöglichen, den Beruf bei sich verändernden Verbraucherwünschen, wechselnden Warensortimenten und der technisch-organisatorischen Abwicklung der Einzelhandelsfunktionen auszuüben.
  • sollen die Fähigkeit erwerben, Theorie und Praxis zu verbinden, dass sie mit Waren sachgerecht umgehen und auf Kundenwünsche und -anforderungen angemessen reagieren.
  • sollen die gesamtwirtschaftliche Aufgabe des Einzelhandels erkennen und verstehen, wie ein Einzelhandelsbetrieb in konkreten Situationen seine Mittlerfunktion zwischen Betrieben der Warenproduktion und einzelnen Haushalten wahrnimmt.
  • sollen durch Förderungen und Forderung auf eine guten Perspektiven im Einzelhandel vorbereiten werden.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer zur Verkäuferin/zum Verkäufer dauert zwei Jahre, zum Kaufmann/zur Kauffrau dauert drei Jahre. In den ersten beiden Ausbildungsjahren sind die Ausbildungsinhalte der beiden Ausbildungsberufe identisch. Nach erfolgreicher Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Verkäufer/Verkäuferin besteht die Möglichkeit, den Ausbildungsvertrag Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel neu abzuschließen und nach einem Jahr die Abschlussprüfung abzulegen.

Eine Verkürzung der Ausbildungsdauer ist unter bestimmten Voraussetzungen in Abstimmung mit den Ausbildungsbetrieben und der IHK möglich.


Voraussetzungen

Voraussetzung 
Ein guter Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss sollten mitgebracht werden. Gute Umgangsformen, Freundlichkeit werden erwartet. Zudem sollte man über gute Rechen- und Deutschkenntnisse verfügen.  


Schulische Inhalte

Der Rahmenlehrplan (2004) sieht die Lernfelder 1 bis 14 für die Ausbildung im Einzelhandel vor. Zudem werden die Auszubildenden an der Europaschule BBS 1 Northeim in allgemeinbildenden Fächern und Zusatzqualifikationen unterrichten. Lernfelder, Unterrichtsfächer und Zusatzqualifikationen verteilen sich mit der angegebenen Wochenstundenzahl wie folgt auf die einzelnen Ausbildungsjahre:

Lernfelder:

1. Ausbildungsjahr:

  • LF 1: Das Einzelhandelsunternehmen präsentieren (2 WS)
  • LF 2: Verkaufsgespräche kundenorientiert führen (2 WS)
  • LF 3: Kunden im Servicebereich Kasse betreuen (2 WS)
  • LF 4: Waren präsentieren (1 WS)
  • LF 5: Werben und den Verkauf fördern (1 WS)

2. Ausbildungsjahr:

  • LF 6: Waren beschaffen (1,5 WS)
  • LF 7: Waren annehmen, lagern und pflegen (1,5 WS)
  • LF 8: Geschäftsprozesse erfassen und kontrollieren (1,5 WS)
  • LF 9: Preispolitische Maßnahmen vorbereiten und durchführen (1 WS)
  • LF 10: Besondere Verkaufssituationen bewältigen (1,5 WS)

3. Ausbildungsjahr (nur Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel)

  • LF 11: Geschäftsprozesse erfolgsorientiert steuern (2 WS)
  • LF 12: Mit Marketingkonzepten Kunden gewinnen und binden (1,5 WS)
  • LF 13: Personaleinsatz planen und Mitarbeiter führen (1,5 WS)
  • LF 14: Ein Einzelhandelsunternehmen leiten und entwickeln (2 WS)

Allgemeinbildende Fächer:

  • Deutsch/Kommunikation (2 WS im 1. Ausbildungsjahr)
  • Englisch/Kommunikation (2 WS im 1. Ausbildungsjahr)
  • Politik (2 WS im 1. Ausbildungsjahr, 1 WS im 2. Ausbildungsjahr)

Zusatzqualifikationen:

  • ZQ 1: Praxisbezogener Einsatz der Microsoftanwenderprogramme Word, PowerPoint und Excel (2 WS im 1. Ausbildungsjahr)
  • ZQ 2: Vertiefende Anwendung kaufmännischer Rechenverfahren in Berufen des Einzelhandels (1 WS im 2. Ausbildungsjahr)
  • ZQ 3: Gezielte Prüfungsvorbereitung in Verbindung zu den Wahlqualifikationseinheiten (1 WS im 3. Ausbildungsjahr)

Unterrichtsorganisation

Teilzeitunterricht in Jahrgangsklassen an aufgeführten Berufsschultagen:

  • 1. Ausbildungsjahr: montags und freitags mit je 8 Unterrichtsstunden
  • 2. Ausbildungsjahr: dienstags mit 9 Unterrichtsstunden
  • 3. Ausbildungsjahr: donnerstags mit 8 Unterrichtsstunden

Prüfungen

Abschlussprüfung vor der IHK für den Beruf des Kaufmannes/der Kauffrau im Einzelhandel

Seit dem Ausbildungsbeginn Sommer 2009 wird für die Kaufleute im Einzelhandel eine gestreckte Abschlussprüfung durchgeführt. Hierbei entfällt die Zwischenprüfung, dafür findet am Ende des 2. Ausbildungsjahres der erste Teil der Abschlussprüfung statt. Die geprüften Fächer sind dann:

  • Verkauf und Marketing (90 min.)
  • Warenwirtschaft und Rechnungswesen (60 min.)
  • Wirtschafts- und Sozialkunde (60 min.)

Der zweite Teil der Abschlussprüfung findet dann am Ende des 3. Ausbildungsjahres statt. Geprüft werden:

  • Geschäftsprozesse im Einzelhandel (105 min.)
  • Fallbezogenes Fachgespräch (15 + 20 min.)

Das fallbezogene Fachgespräch ist die mündliche Prüfung und dauert nach einer 15-minütigen Vorbereitungszeit 20 Minuten. Es umfasst einen Aufgabenbereich aus einer der drei im Ausbildungsvertrag festgeschriebenen Wahlqualifikationseinheiten. Diese Wahlqualifikationseinheiten werden zwischen den Auszubildenden und dem Ausbilder vereinbart und kann aus acht Bereichen ausgewählt werden.

Abschlussprüfung vor der IHK für den Beruf des Verkäufers/der Verkäuferin

Für den Ausbildungsberuf zum Verkäufer/zur Verkäuferin bleibt der Prüfungsmodus bestehen.

Die Zwischenprüfung findet zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres statt und die Abschlussprüfung am Ende des zweiten Ausbildungsjahres.

Der schriftliche Teil der Abschlussprüfung ist identisch mit dem ersten Teil der Abschlussprüfung zum Kaufmann/zur Kauffrau. Die mündliche Prüfung (fallbezogenes Fachgespräch) verläuft wie beim Kaufmann/bei der Kauffrau im Einzelhandel nach dem schriftlichen Teil der Abschlussprüfung. Allerdings umfasst der Aufgabenbereich nur eine Wahlqualifikationseinheit aus den vier Bereichen Warenannahme und Warenlagerung, Beratung und Verkauf, Kasse oder Marketingmaßnahmen.

Beim Abschluss eines anschließenden Ausbildungsvertrages zum Kaufmann/zur Kauffrau im Einzelhandel kann der schriftliche Teil der Verkäuferprüfung direkt als erster Teil der Abschlussprüfung zum Kaufmann/zum Kauffrau im Einzelhandel angerechnet werden.

Nähere Informationen können der der folgenden Internetseite entnommen werden: http://www.prueferportal.org/html/431.php#uebersicht


Abschluss

Sekundarabschluss I - Realschulabschluss

Erweiterter Sekundarabschluss I, wenn

  • Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und
  • ein Berufsschulabschlusszeugnis mit einem Gesamtnotendurchschnitt von mindestens 3,0 erreicht wurde
  • und in Deutsch, einer Fremdsprache (z. B. Englisch) und der Durchschnittsnote in den berufsspezifischen Fächern jeweils mindestens befriedigende Leistungen vorliegen.


Weiterbildung

Berufliche Weiterbildung 
Qualifizierungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten

Teilnahme an Lehrgängen, Kursen oder Seminaren, z.B. über Kundenservice, Reklamationswesen, Werbung und Verkaufsförderung, Dekoration und Warenpräsentation, Einkauf, Materialwirtschaft, Logistik, Mitarbeiterführung, Persönliche Arbeitstechniken

Aufstiegsfortbildung (z. B. nach entsprechender Berufspraxis)
In mittleren und großen Unternehmen erfolgt die Weiterbildung häufig unternehmensintern.

  • Handelsfachassistent - Einzelhandel
  • Handelsfachwirt/in
  • Betriebswirt/in (staatlich geprüft)
  • Bilanzbuchhalter/in
  • Fachkaufmann / Fachkauffrau für Marketing oder Einkauf/Materialwirtschaft
  • Substitut
  • Filialleiter
  • Abteilungsleiter
  • Geschäftsführer